Zwei handbreit unterm Himmel

14-tägige Mountainbike-Reise durch den Pamir über die Bartang-Route

Der Pamir ist eine der spektakulärsten und zugleich einsamsten Hochgebirgsgegenden dieser Welt. Auf weit über 7.000 Meter erhebt sich der Pamir im Osten Tadschikistans. Den Reisenden erwarten eine einzigartige Kulturlandschaft und grenzenlose Gastfreundschaft.

Unsere Reise führt uns per Geländewagen von Duschanbe, der Hauptstadt Tadschikistans, über den legendären Pamir-Highway nach Rushan. Hier steigen wir auf unsere Fahrräder und fahren in acht Etappen durch das Bartang-Tal, hinauf an den 4.020m hoch gelegenen Karakul-See (Bartang-Route). Über die Grenze geht es weiter nach Kirgistan, wo wir unsere Bike-Tour am Fuße des Pik Lenin (7.134m) beenden. Per Transfer geht es in die geschichtsträchtige Stadt Osch an der alten Seidenstraße. Unser lokales Begleitpersonal übernimmt während der Tour mit Allradfahrzeugen den Gepäcktransport und versorgt uns mit köstlichem Essen. Wir fahren unsere Etappen mit einem leichten Tagesrucksack und bei Bedarf können Teilstücke mit dem Auto zurückgelegt werden.

  • Anspruchsvolle Mountainbike-Tour durch das spektakuläre Bartang-Tal
  • Einmalige Begegnungen mit den Einheimischen und Kennenlernen der lokalen Kultur
  • Sagenhafte Aussichten auf die 6.000er Gipfel des Pamir-Hochplateaus
  • Einzigartige Jurtenübernachtung am Pik Lenin
  • Begleitfahrzeug und Gepäcktransport während der Fahrradtour

 

Aufgrund der Pegelstände vieler Flüsse fahren wir im Juli über die Whakan-Route und Ende August/September über die Bartang-Route durch den Pamir. Beide Reisen sind im Charakter vergleichbar und haben das gleiche Anforderungsprofil.

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Tag 1: Anreise nach Duschanbe

Übernachtung: Hotel

Mit Zwischenlandung in Istanbul erreichen wir Duschanbe in den frühen Morgenstunden. Nach dem Flughafentransfer zu unserem komfortablen Hotel schlafen wir uns nun erst einmal aus und beginnen am frühen Nachmittag die Hauptstadt zu erkunden. Duschanbe ist das persische Wort für Montag, angelehnt an den montäglichen Wochenmarkt, an dem die Stadt gegründet wurde. Heutzutage hat der Basar täglich geöffnet und wir werden ihn gemeinsam erkunden. Mit einem Abendessen lassen wir den Tag zusammen ausklingen.

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Tag 2:
Transfer über den Pamir-Highway nach Kalai-Khumb

Übernachtung: Gästehaus

Die Anreise nach Khorog, dem Ausgangspunkt unserer Radreise, führt uns zwei Tage in Geländewagen (Toyota Landcruiser oder ähnlich) über den legendären Pamir-Highway. Heute fahren wir ein erstes 380 km langes Teilstück bis nach Kalai Khumb. Wir kommen vorbei am Nurek Stausee und essen Mittag in einer landestypischen Gaststätte. Nach dem Mittagessen erreichen wir dann die ersten Ausläufer des Pamirs und tauchen ein in die spektakulären Gebirgswelt.

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Tag 3:
Transfer über den Pamir-Highway nach Rushan

Übernachtung: Gästehaus

Weitere 250 km auf dem größtenteils unbefestigten Pamir-Highway liegen vor uns. Der Weg führt uns durch die tiefe Schlucht, die der Panj, der Grenzfluss zu Afghanistan, in das Gebirge geschnitten hat. Am Nachmittag erreichen wir Rushan und bereiten unsere Bikes für den Start am nächsten Tag vor.

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Tag 4 / 1. Etappe:
Khorog – Siponj

Distanzen: 56 km / 380 Hm
Übernachtung: Zelt

Rushan liegt am Eingang des Bartang-Tals welchem wir von nun an 5 Tage quer durch das Hochgebirge folgen werden. Landschaftlich ist das Bartang-Tal eine der spektakulärsten Ecken des Pamirs: bar (weit) und tang (eng) wechseln sich hier ab und lassen uns durch tief eingeschnittene Schluchten und weite Hochebenen fahren. Ziel unseres heutigen Tages ist Siponj. Dort warten hunderte Felsmalereien darauf von uns entdeckt zu werden. Ganz in der Nähe des Dorfes verbringen wir unsere erste Zeltnacht. Unsere Zeltlager sind komfortabel ausgestattet: Zweimannzelte zur Einzelnutzung, Duschzelt, Toilettenzelt, Gemeinschaftszelt mit Stühlen und Tischen…

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Tag 5 / 2. Etappe:
Siponj – Bandara

Distanzen: 60km / 400 Hm
Übernachtung: Zelt

Nach unserer ersten Nacht im Freien und einem reichhaltigen Frühstück erwartet uns heute ein Farbspiel der Natur. Steile Felswände in rot, gelb und grau wechseln sich ab mit den üppig grünen Oasen der Dörfer. In Basid einem kleinen Dorf am Wegesrand werden wir einen Schrein zu Ehren eines lokalen Heiligen besuchen. Unser Camping-Spot ca. 10 km hinter Basid ist idyllisch an einem Zufluss des Bartangs gelegen.

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Tag 6 / 3. Etappe:
Bandara– Savnob

Distanzen: 39 km / 600 Hm
Übernachtung: Gästahaus

Eine kurze Etappe liegt vor uns. Auf dem Weg nach Savnob öffnet sich nach einigen Kilometern das Bartang-Tal und gibt die Blicke frei auf die umstehenden schneebedeckten Gipfel. Wir sind im weiten Teil des Tales angekommen (genannt „bar“). Ein steiler nameloser Pass mit ca. 400 hm ist die letzte Hürde, bevor wir Savnob erreichen. Am Nachmittag erkunden wir das Dorf und besichtigen seine antike Wehranlage, den Schrein und die nahe gelegenen Höhlen. Wir übernachten in einem traditionellen Pamir-Haus.

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Tag 7 / 4. Etappe:
Savnob – Kök Jar

Distanzen: 56 km / 1.050 Hm
Übernachtung: Zelt

Nach einem ausgedehnten Frühstück heißt es Abschied nehmen von Savnob. Die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Menschen in diesem abgelegenen Bergdorf werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Nach 35 km und einer Passüberquerung (ca. 300 hm) erreichen wir Gudara, die letzte Siedlung im Tal. Dort betreten wir den Berg-Badachshan Nationalpark. Auf den nächsten 150 km werden wir nur einzelnen Hirten begegnen. Der von nun an zunehmend schlechter werdende Weg, mit losem Geröll, Sanddünen und kleineren Flussdurchquerungen, führt uns durch das breite Tal des Tanimas Flusses. Auf einer üppig grünen Wiese werden wir heute unser Camp aufstellen.

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Tag 8 / 5. Etappe:
Kök Jar – Konkuibel

Distanzen: 61 km / 1.050 Hm
Übernachtung: Zelt

Gut an die Höhe angepasst, verlassen wir die Täler und fahren hinauf in den Ost-Pamir. Kurz nach dem Start beginnt der Aufstieg über die steile Piste zum Kök Jar Pass (3.760m). Nach 600 Höhenmetern und einer kurzen Abfahrt öffnet sich vor uns das Pamir-Hochplateau. Die schier unendliche Weite und der atemberaubende Anblick der über 6.000m hohen Muzkol Kette in der Ferne machen deutlich warum der Pamir auch das „Dach der Welt“ genannt wird. Unser letztes Nachtlager im Zelt errichten wir am Kokuibel Fluss, der sich mit seinen umliegenden Wiesenflächen wie ein grünes Band durch die Landschaft zieht.

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Tag 9 / 6. Etappe:
Konkuibel – Karakul

Distanzen: 56 km / 400 Hm
Übernachtung: Gästehaus

Am Vormittag erblicken wir zum ersten Mal den Karakul-See (3.923m) in der Ferne. Er ist das größte Gewässer Tadschikistans und beherbergt trotz seiner Höhe eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen. Gegen Mittag erreichen wir den Pamir-Highway. Untypisch für Mountainbiker, aber nach 5 Tagen und 300 km Schotter- und Geröllpiste freuen wir uns über die hier gut asphaltierte Straße und rollen noch 20 Kilometern bis nach Karakul leicht bergab. Dort kehren wir in unser kirgisisches Gästehaus ein. Nicht nur die Landschaft ändert sich im Ost-Pamir komplett, auch die Menschen und Kultur. In Karakul leben ausschließlich Kirgisen. Am Nachmittag haben wir Zeit für Spaziergänge durch das Dorf oder zum Entspannen bei einer Tasse Tee in unserem gemütlichen Gästehaus mit Banja (landestypischer saunaähnlicher Baderaum).

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Tag 10 / 7. Etappe:
Karakul – Bordobö

Distanzen: 98 km / 850 Hm
Übernachtung:
 Gästehaus

Heute liegt die Königsetappe vor uns. Nach einem ausgiebigen Frühstück in unserem Gästehaus fahren wir weiter auf dem Pamir-Highway Richtung Osch. Die Straße führt immer entlang an der chinesischen Grenze über den Uy Buloq Pass hinauf zum tadschikischen Grenzposten. Nach der Ausreise aus Tadschikistan geht es hinauf zum Kyzyl Art Pass, dem höchsten Punkt unserer Reise auf 4.250m. Das Schwerste ist geschafft: Zeit für ein Passfoto vor der sagenhaften Kulisse der Gletscher der Trans-Alai Kette. Unsere Beine können sich auf der Abfahrt zum 20 km entfernten kirgisischen Grenzposten nun ein wenig entspannen. Und wieder einmal ändert sich die Landschaft komplett. Nach der Grenze tauchen wir ein in die weiten Grassteppen Kirgistans, auf denen Pferde- und Schafsherden weiden und vereinzelt Jurten stehen. In Sary-Tash erreichen wir am späten Nachmittag unser Gästehaus.

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Tag 11 / 8. Etappe:
Bordobö – Pik Lenin

Distanzen: 65 km / 600 Hm
Übernachtung: Jurte

Unsere letzte Etappe führt uns an den Fuß des 7.134m hohen Pik Lenin. Wir fahren durch das weitgezogene Alai Hochtal, begrenzt durch den Pamir im Süden und das Alai Gebirge im Norden. Mit seinen zahllosen 5.000er und 6.000er Gipfeln, bietet es eine atemberaubende Kulisse für unsere heutige Etappe. Am frühen Nachmittag eröffnet sich für uns dann der Blick auf den Pik Lenin, den wir auf unserer Fahrt zum Jurten-Camp nicht mehr aus den Augen verlieren. Geschafft! Hinter uns liegen acht Etappen und knapp 500 km. Es ist Zeit zum Anstoßen! Im Jurten-Camp am Fuße des Pik Lenin sind wir bestens versorgt, große beheizte Jurten und sogar eine Banja sorgen für einen kleinen Komfort.

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Tag 12:
Pausentag: Jurten-Camp am Pik Lenin

Übernachtung: Jurte

„Entspannen und genießen“ heißt das Motto unseres 12. Tages. Wir haben die Möglichkeit die Umgebung zu Fuß oder auch mit dem Pferd zu erkunden oder einfach nur im Camp den Tag zu genießen. Heute verpacken wir auch unsere Räder in die Kartons und Koffer, die wir während der Tour auf den Fahrzeugen transportiert haben. Bei einem guten kirgisischen Abendessen in der beheizten Jurte genießen wir den letzten Abend in der Natur.

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Tag 13:
Transfer nach Osch

Übernachtung: Hotel

Heute heißt es Abschied nehmen vom Pamir. Wir fahren auf dem Pamir-Highway nach Osch durch das Alai Gebirge. Mit seinen roten Sandsteinfelsen, Wiesen und Waldflächen bietet es eine herrliche Kulisse auf unserer Fahrt. In Osch haben wir Zeit für einen Stadtspaziergang mit Basarbesuch, um letzte Souvenirs einzukaufen. Bei einem gemeinsamen Essen lassen wir die Reise an uns vorbeiziehen. Am Abend nehmen wir dann das Flugzeug nach Bischkek.

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Tag 14:
Rückflug

In den frühen Morgenstunden werden wir zum Flughafen gebracht und fliegen über Istanbul zurück nach Hause.


 

Individuelle Verlängerung möglich.

Im Reisepreis enthalten:

  • 13 Übernachtungen mit Frühstück (2 x Hotel, 5 x Gästehaus, 2 x Jurte, 4 x Zelt)
  • Vollverpflegung während der Radtour inklusive Snacks und Getränke (Tee, Wasser, Kaffee)
  • Gepäcktransport
  • Begleitfahrzeug
  • Flughafentransfers
  • Inlandsflug Osch – Bischkek
  • lokaler englischsprachiger Guide, ab 8 Teilnehmer zusätzlicher deutschsprachiger Guide
  • lokales Begleitpersonal während der Tour (Guides, Koch, Fahrer)
  • Zweimannzelte zur Einzelnutzung für jeden Teilnehmer
  • komfortable Campingausrüstung (Duschzelt, Campingtoilette, komfortable Isomatten, Gemeinschaftszelt)
  • Stadtführung in Dushanbe
  • Besichtigungen in Khorog und Savnob
  • Teilnehmer T-Shirt
  • technischer Support bei Pannen
  • gut ausgerüsteter Notfallkoffer

Nicht im Preis enthalten:

  • An- und Abreise
  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • Fahrrad
  • Visagebühren für Tadschikistan (ca. 60 €)
  • optionale Ausflüge
  • Trinkgelder

Die Durchquerung des Pamir, das zweithöchste Gebirge der Welt ist ein Highlight, erfordert aber auch eine sehr gute Kondition.

Ausdauer: mittel bis schwer

Die Tour ist durch die klimatischen Bedingungen und insbesondere die Höhe konditionell sehr anspruchsvoll. Voraussetzung ist eine gute Kondition für Etappen mit bis zu 100 km. Wir sind an mehreren Tagen auf über 4.000 Metern unterwegs. Durch die Höhe, das extreme Klima und die schlechte Wegbeschaffenheit sind die Tagesetappen fordernd und werden von unseren Teilnehmern als deutlich anstrengender empfunden als vergleichbare Etappenlängen in den Alpen. Der Tour-Verlauf gewährt eine schrittweise Höhenanpassung.

Fahrtechnik: leicht

Die Tour ist fahrtechnisch einfach zu bewältigen. Wir fahren zu 30% auf asphaltierten Wegen. Zu 70% sind wir auf Fahrwegen mit Schotter sowie teilweise Geröll und Sand unterwegs.

Klima

Der Pamir zählt zu den höchsten und entlegensten Gebirgsregionen der Welt mit Erhebungen bis 7.500 Meter. Wir müssen uns daher auf extreme klimatische Bedingungen einstellen. In Dushanbe und Osh sowie in den niedriger gelegenen Teilen des Pamirs ist tagsüber mit Temperaturen bis zu 35° C zu rechnen. Auf dem Pamir-Hochplateau und im Pik Lenin Jurten-Camp kann es auch im Sommer nachts empfindlich kalt sein und die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken.

Einzelzimmerzuschlag

Der Einzelzimmerzuschlag bezieht sich auf die Übernachtung in den Hotels und Gästehäuser in Kalai-Kumb und Karakul. In den Gästehäusern in Savnob und Karakul können wir keine Einzelzimmer garantieren. In den Jurten am Pik Lenin sind wir in Gruppen von maximal 5 Personen pro Jurte untergebracht. Die Jurten stehen nicht zur Einzelnutzung zur Verfügung. Alternativ können dort unsere Zelte genutzt werden. Während der Zeltnächte ist die Einzelnutzung eines Zweimannzeltes inklusive.

Wichtige Hinweise

Der Pamir ist infrastrukturell schlecht erschlossen und die Straßen sind häufig in einem desolaten Zustand. Witterungsbedingt kann es daher vorkommen, dass wir die Straßen nicht passieren können. Es kann daher zu Veränderungen im Programmablauf kommen. Das Programm wie oben aufgeführt, stellt die optimale Variante dar. Unsere Reisetermine orientieren sich an den meist zu dieser Zeit günstigen Wetterverhältnissen vor Ort.

Aufgrund des Schmelzwassers und der Pegelstände vieler Flüsse fahren wir im Juli über die Whakan-Route und Ende August/September über die Bartang-Route durch den Pamir. Beide Reisen sind vergleichbar und haben das gleiche Anforderungsprofil. Informationen zur Whakan-Route finden Sie separat in den zugehörigen Reiseinformationen.

Einreise / Visum

Für die Einreise nach Tadschikistan ist ein Visum und ein gültiger Reisepass nötig. Der Pass muss bei Ankunft im Reiseland mindestens noch 6 Monate über das geplante Rückreisedatum gültig sein. Die Beantragung eines 45 Tage Visums kostet derzeit ca. 60 € (Online Beantragung).

Für die Einreise nach Kirgistan benötigen Bürger aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien kein Visum. Bürger anderer Staaten bitten wir sich bei der jeweiligen Vertretung zu informieren.

Alle für die Einreise relevanten Dokumente schicken wir Ihnen ca. 8 Wochen vor Reisebeginn per Email zu. Bitte beantragen Sie Ihr Visum erst dann.

Tipp: Kopieren Sie vor Abreise Ihren Reisepass bzw. Personalausweis und Ihr Flugticket. Im Verlustfall erleichtert dies die Neubeschaffung. Bewahren Sie die Kopien getrennt von den Originaldokumenten und Ihren Wertgegenständen auf.

Impfungen und Gesundheitsvorsorge

Für die Einreise nach Tadschikistan und Kirgistan bestehen keine gesetzlichen Impfvorschriften. Bitte achten Sie auf ausreichend Impfschutz für die in Deutschland vorgeschriebenen Standardimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio. Weiterhin ist eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls Hepatitis B und Tollwut zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Für weitere Informationen zu dem Thema empfehlen wir folgende Seiten im Internet:

Die Informationen auf diesen Websiten ersetzen jedoch nicht den Besuch eines Tropen- oder Hausarztes. Um einen Impfplan zu erstellen, kontaktieren Sie Ihren Arzt bitte rechtzeitig einige Monate im Voraus.

Eine Bitte: Nehmen Sie eine eigene Reiseapotheke mit, die Ihren individuellen Bedürfnissen angepasst ist und auch Arzneimittel gegen Durchfallerkrankungen, Kopfschmerzen, Erkältungskrankheiten, sowie Verbandsmaterial und Pflaster enthält. Wir werden eine allgemeine Apotheke sowie einen gut ausgestatteten Notfallkoffer mitführen, diese sind jedoch nur für Notfälle gedacht.

Literatur

Tadschikistan: Zwischen Duschanbe, Pamir und Fan-Gebirge (Trescher-Reihe Reisen), 2. Auflage Januar 2016 von Sonja Bill und Dagmar Schreiber

Pamir – zwei Handbreit unterm Himmel (Sportverlag), 1. Auflage: 1977, von Volker Krause

IMG_7566Mit dem Bike durchs Wakhan, Pamir-Highway und Pik Lenin-Camp: 4 von 5 Sternen
5 Radtage am Stück, dann ein Transfertag auf dem Pamir-Highway, schließlich noch ein Radtag quasi als Königsetappe nach Sari Tash. Die Radtage sind angesichts der Pistenverhältnisse, des Wetters und der Höhe durchaus herausfordernd, aber natürlich gut machbar. Jeder sollte sich also prüfen, was er sucht und finden möchte. Auch der Komfortverzicht ist für solche Touren ganz normal. Entschädigt wird man dann aber mit einer herrlichen Gebirgskulisse und unverstellten Kultureindrücken Zentralasiens. Der Veranstalter und Guide Stefan Ebert macht einen klasse Job. Mit seiner positiven Grundeinstellung kümmert er sich individuell um die Gäste, auch um die, die sich quasi „verwählt“ haben. Dazu meistert er die logistischen Herausforderungen und Widrigkeiten, die bei einer solchen Tour immer auftauchen können. Wer also ein kleines Abenteuer abseits des Mainstreams sucht, kann dies in dieser Nische zwischen Hindukusch und Pamir fraglos finden, aufbereitet in dieser Form sogar ohne Orgakram und behütet. Abgerundet wird das Ganze durch ein grandioses Finale am Jurtencamp des Pik Lenin, das allein schon eine Reise wert ist.
IMG_1928Selten war ich auf einer Reise der Natur und der einheimischen Bevölkerung so nah. Höhepunkt war sicherlich die Begegnung mit einem Rudel Wölfe, das plötzlich nach einer Kurve im oberen BaTang-Tal plötzlich in 50 Metern Entfernung vor mir stand. Durch den engen Kontakt zu den Menschen im Tal habe ich tiefe Einblicke in die Kultur und die Lebensbedingungen der Menschen bekommen. Allerdings: Wer eine Reise machen möchte in der ihm alle Annehmlichkeiten auf dem Tablett serviert werden, nicht die Fähigkeit hat auf unvorhergesehene Ereignisse flexibel zu reagieren und nicht die körperliche Fitness hat sollte die Finger von diesem Unternehmen lassen, es ist halt doch auch ein Abenteuer, bei dem man nicht immer genau weiß was auf einen zukommt (Wetter, Menschen, Unterkünfte, Essen, Zustand der Piste etc.). Unser Führungsteam hat uns vorbildlich mit großem Engagement und Kompetenz bei dieser Reise begleitet.
Linda und Reinhard(2)Uns hat die Reise sehr gut gefallen, auch wenn es sehr anstrengend war. Da das Bartang-Tal wetterbedingt für Autos nicht passierbar war, verlief die Reise vollkommen anders als geplant. Es ging über Ishkashim durch den Wakhan-Korridor über den Kargush-Pass nach Bulunkul, anschließend mit dem Auto nach Karakul und von da an wieder auf der geplanten Strecke nach Sary Tasch. Da die letzte Etappe mit 100km und Regen und Sturm knüppelhart war, fuhren wir nicht mehr mit dem MTB zum Lenin Yurtencamp, sondern per Auto. Dort war dann Erholung nach den Anstrengungen angesagt.
Dass die Tour durch den Wakhan-Korridor und den Hindukusch verlief, war nicht weiter tragisch, da die Landschaft einfach grandios war, u.a. wegen der Weite und im Gegensatz dazu die Schnee-und Eisberge des Hindukusch.
Da die Tour vollkommen neu geplant werden musste, war recht viel Improvisation von Stefan gefordert, es war ja quasi eine Art „Pilottour“. zudem kamen die Malaisen und Unpässlichkeiten von uns „Touristen“ dazu, nicht ganz einfach zu bewältigen. Aber es gab für alles eine Lösung und du hast stets kühlen Kopf und deinen Optimismus bewahrt. Zudem hast du, ebenso wie Avas, sehr viel über Land-und Leute erzählen können, das gehört für mich auch zu solch einer Tour.
Man hat deine Begeisterung für das Land spüren können.
Für alle, die diese Tour auch machen wollen: Es ist wirklich sehr anstrengend, nicht von der Kilo- und Höhenmeterzahl, aber von den ganzen Umständen drumrum:
Die Pisten sind wirklich Pisten mit „Wellblech“ der übelsten Sorte, es bremst den Vorwärtsschub ohne Ende, die Höhe mit langen Strecken zwischen 3.500-4.300m und zudem ist der Tag wirklich komplett ausgefüllt mit Zeltabbau morgens, Gepäck verstauen, Essen, Fahren, Essen, Zelt aufbauen (teilweise im Sturm), essen, schlafen. Das strengt schon an.
Also für Leute mit einer gewissen Leidensfähigkeit, Härte und Mut fürs „kleine Abenteuer“ das Richtige.
Die Tour war, trotz der Änderungen, prima organisiert, das Essen, auch für Vergetarier, in Ordnung und die Begleiter und Guides top.

MartinDie Radreise mit Epic Trails durch den Pamir war gigantisch: Die Hochgebirgslandschaft ist atemberaubend. Die Gastfreundschaft der Menschen ist nahezu unvergleichlich groß. Die Mischung aus dem Charme der alten Sowjetära und dem traditionell sehr naturnahen Leben der Menschen im Pamir ist etwas ganz besonderes. Nach meiner mittlerweile zweiten Radreise durch Berg-Badachschan kann ich für mich schlussfolgern, dass der Ausspruch „Wer nicht in Bartang war, hat den Pamir nicht gesehen“ stimmt! Die Abgeschiedenheit im Bartangtal, der enge Kontakt zu den wenigen Einheimischen und die einzigartige Landschaft haben ihren ganz besonderen Reiz. Es entsteht, auch auf Grund des wenigen Tourismus, ein sehr intensiver Kontakt zu Mensch und Natur auf dieser Reise.

Die Radtour war top organisiert. Während unserer Anfahrt von Dushanbe nach Khorog in den Pamir waren wir in guten Hotels und Gästehäusern untergebracht. Auf der Fahrt durch das Bartang-Tal quer durch den Pamir bis an den Pik Lenin wechseln sich Zeltnächte und Übernachtungen in den traditionellen Gästehäusern ab. Die Gästehäuser waren, wie erwartet, sehr einfach ausgestattet. Der Empfang und die Bemühungen der Gastfamilien waren aber einfach überwältigend. In Osch hatten wir dann wieder eine Hotel mit gutem Standard, was der Erholung vor der Rückflug gut tat.

Das Radreisen in der Gruppe unter professioneller Führung war neu für mich und hat mir sehr gut gefallen. Der Ausklang der Tour vor der atemberaubenden Kulisse des über 7.000 m hohen Pik Lenin prägt sich ins Gedächtnis ein und eins ist sicher: der Pamir hat mich nicht zum letzten Mal gesehen! Die Tour mit Epic Trails kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen. Nur: am ausgelassenen Abend vor dem Heimflug in der kirgisischen Stadt Osh muss wohl das letzte Glas Wodka schlecht gewesen sein 😉

 

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