Abenteuer Tian Shan

12-tägige Mountainbike-Reise durch Kirgistan

Auf der Weltkarte hängt Kirgistan in den Weiten Zentralasiens als kleiner Klecks am Rande der ehemaligen UDSSR, doch hat es einen der schönsten Flecken des verblichenen Riesenreichs abbekommen. Der Tian Shan, übersetzt „himmlische Berge“, dominiert Kirgistan mit seinen bis zu 7400 Meter hohen Gipfeln.

Es ist die Abwechslung, die Kirgistan so interessant macht. Von der quirligen Hauptstadt Bischkek fahren wir hinauf zu den saftig grünen Hochweiden der Nomaden. Auf unseren acht Bike-Etappen erwarten uns unberührte Berglandschaften mit traumhaften Wiesen-Trails. Über zahlreiche 3000er Pässe gelangen wir von den Gletschern des Tian Shan Gebirges bis an den zweitgrößten Gebirgssee der Welt, den Issyk Kul. Sein glasklares Wasser und seine Sandstrände laden uns am letzten Tour-Tag zum Baden und Entspannen ein.

12-2

20160825_115523

43-9 (2)

60-10-2

61-10-4

49-10 (2)

04-4a

03-IMG_7774

06-1071ps61_2_IMG_8081

28-IMGP7447

14-IMG_0819

41-P1070614

Tag 1:
Anreise nach Bischkek (800 m)

Ankunft in den frühen Morgenstunden und Fahrt per Shuttle zu unserem Hotel in der Stadt. Nun erstmal „aus“schlafen bis mittags, ein spätes Frühstück genießen, Fahrräder auspacken und aufbauen. Am Nachmittag werden wir bei einer kleinen Stadtführung Bischkek und seine Geschichte erkunden und anschließend bei einem gemeinsamen Abendessen mit guter traditioneller Küche den Tag ausklingen lassen.

IMG_1337

Tag 2 / 1. Etappe:
Orto Tokoy Reservoir (2.160 m)– Kochkor (1.819 m)

Distanzen: 30 km, 150 Hm
Übernachtung: Homestay

Nach dem Frühstück verlassen wir die Stadt per Shuttle 3 Stunden in südöstlicher Richtung. Kurz vor dem Orto Tokoy Reservoir, einem See auf 1.700 m Höhe, startet unser Bike-Abenteuer. Nach wenigen Metern Abfahrt auf der Passtrasse kommt der erst in jüngerer Zeit entstandene See zum Vorschein. Schon nach wenigen Kilometern erreichen wir sein Ufer und genießen die Ruhe! Der Weg führt uns nun weiter entlang des unberührten Flüsschens Chui. Direkt vor uns erheben sich schon bald die ersten schneebedeckten 4.000 der aus der üppig grünen Vegetation. Nach ca. 30 Kilometern erreichen wir auf 1.850 m unsere Unterkunft bei unserer kirgisischen Gastfamilie in Kochkor. Außerdem haben wir die Möglichkeit die traditionelle kirgisische Filzherstellung im Ort zu besichtigen.

3

Tag 3 / 2. Etappe:
Kochkor – Chaar Archa Tal (2.300 m)

Distanzen: 75 km, 1.360 Hm
Übernachtung: Zelt

Nach dem ausgiebigen Frühstück im Guesthouse starten wir zu unserer heutigen langen Etappe. Die sehr sanfte Steigung hilft uns an die Höhe der kommenden Tage zu akklimatisieren. Das weitläufige Kochkor Tal mit seinen Sand und Schotterpisten, ist geprägt von der traditionellen Landwirtschaft und den ringsum aufragenden Bergen. Erst nach über 30 km biegen wir auf die wenig befahrene Hauptstraße in das Kyzart-Tal bis wir schließlich den steileren Anstieg auf den Chaar-Archa-Pass mit traumhafter Aussicht über beide Täler meistern. Den krönenden Abschluss bildet die 8 km lange Wiesenabfahrt mit anschließendem flowigen Singletrail hinunter ins Tal zu unserem ersten Zeltlager.

2

Tag 4 / 3. Etappe:
Chaar Archa Tal – Son Kul (3.022 m)

Distanzen: 32 km, 1.050 Hm
Übernachtung: Jurte

Nach unserer ersten Nacht im Freien und einem kräftigen Frühstück starten wir in den Aufstieg zum Son Kul. Über 12 Kilometer führt der Weg zur Passhöhe auf über 3.220 m hinauf. Hier erwartet uns nun die spektakuläre Aussicht auf den Son Kul See, dem schönsten Ort des Landes! Auf 3.000 m Höhe gelegen, spiegeln sich die umliegenden Gipfel im Wasser des glasklaren, 20 km langen Naturjuwels. Eine 4 km lange genussvolle Wiesenabfahrt bringt uns staunend zum See. Am Ufer machen wir unsere Mittagsrast, mit Bademöglichkeit für Mutige und Hartgesottene. Schon die Weiterfahrt zu unserem Jurten-Camp über die die Hochebene entlang des Ufers wirkt wie Balsam für unsere Seelen. Die Ruhe und Schönheit des ganzen Gebietes bleiben uns für immer in Erinnerung!

06-1071ps61_2_IMG_8081

Tag 5 / 4. Etappe:
Son Kul – Ters Key Pass(3.133 m) – Naryn (2.078 m)

Distanzen: 60km, 900 Hm
Übernachtung: Hotel

Entlang der atemberaubenden Seekulisse, zwischen weidendem Vieh und Jurten, fahren wir Richtung Terskey Pass („Der Pass der 33 Papageien“). Auch diesen Pass werden wir meistern und auf dem Sattel erwartet uns die Aussicht auf die ersten Wälder der typisch kirgisischen Tian Shan Fichten. Die Abfahrt bringt uns in das Son Kul Tal. Nach dem Mittagessen umgeben von Bergen und Wäldern geht es über einen weiteren Pass Richtung Naryn (3.013 m) einer alten Garnisonsstadt an der Seidenstraße. Die letzten Kilometer werden wir unser Shuttle nutzen. Übernachtung in Hotel / Pension.

12-2

Tag 6 / 5. Etappe:
Naryn – Kapchygay Schlucht (2.340 m)

Distanzen: 64 km, 1.000 Hm
Übernachtung: Zelt

Aus Naryn fahren wir flussaufwärts am türkisfarbenen Naryn Fluss entlang. Noch völlig ursprünglich sucht sich das Wasser des Naryn seinen Weg und schafft dabei eine herrliche abwechslungsreiche Szenerie. Dabei passieren wir etliche typisch kirgisische Dörfer und biken auf tollen Trails immer am oft steilen Ufer des Flusses. Nach kurzen Schiebepassagen erreichen wir über eine schwungvolle kurze Abfahrt unser Lager am Eingang der Schlucht.

28-IMGP7447

Tag 7 / 6. Etappe:
Kapchygay Schlucht – Örük Tam (2.678 m)

Distanzen: 44 km, 830 Hm
Übernachtung: Zelt

Zur weiteren Akklimatisierung verbringen wir einen eher moderaten Tag entlang des „kleinen Naryn“. Am Morgen führt der Weg weiter über einen alte Holzbrücke, einer schmalen Straße folgend durch eine Schlucht, bis sich am Ende der Blick wieder öffnet. Wir erreichen ein abgelegenes Gebirgstal das nur ein kleines Örtchen mit dem Namen Örük Tam beherbergt. Ca. 20 Kilometer hinter der Siedlung schlagen wir unser Lager auf und bestaunen die weitläufige Berglandschaft mit ihren Sommerweiden. Den Abend lassen wir am Lagerfeuer ausklingen.

43-9 (2)

Tag 8 / 7. Etappe:
Örük Tam – Jyluu Suu (2.980 m)

Distanzen: 39 km, 500 Hm
Übernachtung: Zelt

Diese Etappe wird uns durch die unvergessliche Landschaft der kirgisischen Hochweiden entlang des Balgart führen. Rechts und links die gletscherbedeckten Berge und vor uns die endlose Weite der kirgisischen Hochebene. Unser Ziel sind die heißen Quellen des Jylyy Suu auf ca. 3.000 m. Dort errichten wir unser Lager und bereiten uns auf den kommenden schweren Tag übe den Pass vor.

37-IMGP7482

Tag 9 / 8. Etappe:
Jyluu Suu – Tosor Pass (3.889 m) – Issyk Kul (1.620 m)

Distanzen: 91 km, 1.100 hm
Übernachtung: Hotel

Die Königsetappe unserer Tour führt uns immer näher an die Gletscher des Tian Shan heran. Entlang der Yak-Weiden durch das Üch Emcheck Hochtal gelangen wir nach einem stetigen Aufstieg mit abschließendem steilen Anstieg zum Pass und stehen direkt vor dem Gletscher. Wir haben den höchsten Punkt unserer Tour erreicht, den 3.893 m hohen Tosor Pass. Nach einem kurzen Snack und umziehen, erwartet uns die 37 km lange Abfahrt zum Issy Kul See. Der Anfangs technische Gerölltrail führt später als Schotter- und traumhafter Wiesen-Trail hinab mit Blick zum Issyk Kul. Zum Mittagessen auf ca. der Hälfte der Abfahrt können wir den wunderschönen Ausblick auf den See genießen. Auf der weiteren Pisten- und Trail-Abfahrt ändert sich die Kulisse stetig von bewaldeten Berghängen hin zu zerklüfteten rot-gelben Sandsteinschluchten. Das Ziel unserer Tour ist erreicht, der Issyk Kul (warmer See) mit seinen Sandstränden und glasklarem Wasser. Nach einer Pause fahren wir, wer mag -, per Shuttle, weiter in das 20 km entfernte Kayi Say zu unserem Hotel. (ca. 500m entfernt vom See).

34-5

Tag 10:
Der Issyk Kul

Übernachtung: Hotel

Heute entspannen wir in unserer schönen Unterkunft oder am Ufer des zweithöchsten Gebirgssees der Welt. Gemeinsam können wir einen Ausflug zur „Märchenschlucht“ mit seiner bizarren Felslandschaft unternehmen. Wind und Wasser haben dort über viele Jahre mystische Skulpturen und Formationen entstehen lassen.

Tag 11:
Bischkek

Übernachtung: Hotel

Transfer nach Bischkek ca. 5 h. Am Nachmittag haben wir die Möglichkeit gemeinsam den Osch-Basar, mit seinen unzähligen Händlern und Ständen zu besuchen und letzte Souvenireinkäufe zu erledigen. Unsere Reise neigt sich nun leider schon dem Ende zu. In einem traditionellen Restaurant genießen wir am Abend noch einmal die leckere lokale Küche und stoßen gemeinsam an. Mit unvergesslichen Eindrücken aus Kirgistan geht es dann Richtung Heimat.

57-5-3

Tag 12:
Heimreise

Rückflug nach Hause in den frühe Morgen Stunden.


 

Mögliche Verlängerung:
„Zwei handbreit unterm Himmel – 14 tägige Mountainbike-Reise durch den Pamir“ oder
individuelles Reiseprogramm, Ideen und Anregungen finden Sie auf www.epic-trails.com/Individualreise

Im Reisepreis enthalten:

  • 11 Übernachtungen mit Frühstück
    (5 x Hotel, 1 x Homestay/ privates Gästehaus, 4 x Zelt, 1 x Jurte)
  • Vollverpflegung während der Radtour
  • Gepäcktransport
  • Begleitfahrzeug
  • Flughafentransfers
  • Zweimannzelte zur Einzelnutzung für jeden Teilnehmer
  • komfortable Campingausrüstung
    (Duschzelt, Campingtoilette, komfortable Isomatten, Gemeinschaftszelt)
  • deutschsprachiger Guide
  • lokales Begleitpersonal während der Tour (Guides, Koch, Fahrer)
  • Stadtführung in Bischkek
  • Besichtigungen einer Filzwerkstatt
  • Teilnehmer T-Shirt
  • Reiseliteratur
  • technischer Support bei Pannen
  • gut ausgerüsteter Notfallkoffer

Nicht im Preis enthalten:

  • An- und Abreise
  • optionale Ausflüge
  • Trinkgelder
  • Mittag- und Abendessen am ersten und letzten Reisetag in Bischkek
In den meisten Gruppen herrscht ein unterschiedliches Fitness- und Fahrtechnik-Niveau unter den Teilnehmern. Das ist kein Problem, wir passen uns dem an! An mehreren Tagen gibt es für die ambitionierten Fahrer Verlängerungsoptionen und Routenalternativen.
Unsere Touren sind so konzeptioniert, dass jede Etappe auch bei langsamer Fahrweise pünktlich zum Abendessen geschafft wird. Im Notfall kann jeder Zeit auch ins Begleitfahrzeug umstiegen werden. Unsere Touren sind keine Wettkämpfe. Es ist genug Zeit zum Fotografieren.

Ausdauer: mittel

Für diese Tour ist eine gute Grundausdauer erforderlich. Kondition für Etappen bis 90 km ist Voraussetzung. Wir sind auf der Tour an mehrere Tage auf 3.000 Metern und höher unterwegs. Durch die Höhe sind die Tagesetappen auch bei kurzen Distanzen fordernd und werden von unseren Teilnehmern oft als anstrengender empfunden als vergleichbare Etappen in den Alpen.

Diese Tour ist keine Sportveranstaltung. Es ist genug Zeit zum Fotografieren und Schieben, sollte es man zu steil werden.

Fahrtechnik: leicht

Technisch ist die Tour einfach zu bewältigen. Lediglich auf Etappe 2 und Etappe 8 gibt es kurze ausgesetzte oder verblockte Stellen, die aber problemlos geschoben werden können. Alle anderen Single-Trails und anspruchsvollen Abfahrten, können von den nicht geübten Fahrer/innen auf Schotterpisten umfahren werden.

Klima

Kirgistan ist von trockenem Kontinentalklima geprägt. Es herrschen extreme Temperaturschwankungen im Land vor. Während im Süden im Sommer Temperaturen von 45° keine Seltenheit sind, fallen die Temperaturen im Winter regelmäßig auf unter -10° auch in den niederen Lagen des Landes. Typisch für Juli, August und September ist viel Sonne (Kirgistan hat 250 Sonnetage im Jahr) und Temperaturen tagsüber von ca. 35° in Bischkek, 30° am Issyk Kul und 15° am Son Kul. Nachts kühlt es besonders im Hochgebirge stark und erreicht auch im Sommer Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Einzelzimmerzuschlag

Der Einzelzimmerzuschlag bezieht sich auf die Übernachtung in den Hotels und im Homestay in Kochkor. In den Jurten am Son Kul sind wir in Gruppen von maximal 5 Personen pro Jurte untergebracht. Die Jurten stehen nicht zur Einzelnutzung zur Verfügung. Alternativ können dort unsere Zelte genutzt werden. Während der Zeltnächte ist die Einzelnutzung eines Zweimannzeltes inklusive.

Wichtige Hinweise

Kirgistan ist infrastrukturell schlecht erschlossen und die Straßen sind häufig in einem desolaten Zustand. Witterungsbedingt kann es daher vorkommen, dass wir die Straßen nicht passieren können. Es kann daher zu Veränderungen im Programmablauf kommen. Das Programm wie oben aufgeführt, stellt die optimale Variante dar. Unsere Reisetermine orientieren sich an den meist zu dieser Zeit günstigen Wetterverhältnissen vor Ort.

Einreise / Visum

Für die Einreise nach Kirgistan benötigen Bürger aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien kein Visum solange der Aufenthalt nicht länger als 60 Tage beträgt. Bürger anderer Staaten bitten wir sich bei der jeweiligen Vertretung zu informieren.

Tipp: Kopieren Sie vor Abreise Ihren Reisepass bzw. Personalausweis und Ihr Flugticket. Im Verlustfall erleichtert dies die Neubeschaffung. Bewahren Sie die Kopien getrennt von den Originaldokumenten und Ihren Wertgegenständen auf.

Impfungen und Gesundheitsvorsorge

Für die Einreise nach Kirgistan bestehen keine gesetzlichen Impfvorschriften. Bitte achten Sie auf ausreichend Impfschutz für die in Deutschland vorgeschriebenen Standardimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio. Weiterhin ist eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls Hepatitis B und Tollwut zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Für weitere Informationen zu dem Thema empfehlen wir folgende Seiten im Internet:

Die Informationen auf diesen Websiten ersetzen jedoch nicht den Besuch eines Tropen- oder Hausarztes. Um einen Impfplan zu erstellen, kontaktieren Sie Ihren Arzt bitte rechtzeitig einige Monate im Voraus.

Eine Bitte: Nehmen Sie eine eigene Reiseapotheke mit, die Ihren individuellen Bedürfnissen angepasst ist und auch Arzneimittel gegen Durchfallerkrankungen, Kopfschmerzen, Erkältungskrankheiten, sowie Verbandsmaterial und Pflaster enthält. Wir werden eine allgemeine Apotheke sowie einen gut ausgestatteten Notfallkoffer mitführen, diese sind jedoch nur für Notfälle gedacht.

Literatur

Kirgistan: Zu den Gipfeln von Tien-Schan und Pamir (Trescher-Reihe Reisen) 2015, Dagmar Schreiber (Autor), Thomas Flechtner (Autor)

Martina & Thomas

Martina & Thomas – Ihr seid ein tolles Team! (2016)

Hallo zusammen,
wir und unsere Bikes sind gestern Abend wieder gut zu Hause bei strömendem Regen angekommen, aber irgendwie sind wir gedanklich noch in einer ganz anderen Welt mit grandioser Landschaft, Ruhe, netten, gastfreundlichen Menschen, die mit dem Wenigen, was sie haben, glücklich sind.

Vielen herzlichen Dank nochmals von uns an:
Stefan – den besten Guide, den wir je erlebt haben!!!! Ein ganz besonderes Dankeschön, daß Du so individuell auf uns eingegangen bist und uns die tolle Abschlußtour in Kadzih Say ermöglicht hast.
Tilek – ein großartiger Autofahrer, Koch, Biker und außerordentlich talentiert beim Verladen von Equipment und Bikes.
Dima – stets zur Stelle mit seinem Jeep, wenn wir ihn gebraucht haben, immer hilfsbereit und sehr sympathisch. Man kann sich mit ihm gut verständigen – auch wenn man nicht seine Sprache spricht.

Ihr seid ein tolles Team!
Uns hat diese Reise sehr geprägt und wie sagt man so schön: „Ein Teil der Seele bleibt auf der Straße“.
Liebe Grüße
Martina & Thomas

Gerhard

Gerhard aus Wien über unsere MTB-Reise Kirgistan (2016)

Sitzen zwei Ösis, zwei Osis und vier Kirgisen in einer Jurte……..was wie ein schlechter Witz beginnt war eines der lustigsten und unvergesslichen Erlebnisse dieser Bike-Tour durch Kirgistan
(österreichische Witze simultan ins Englische und Russische übersetzt – legendär!!)
Aber nicht nur die familiäre und entspannte Stimmung haben es möglich gemacht, die einzigartige Landschaft, die unendlichen Hochebenen mit ihren Pferde- u. Yakherden, die Berge mit ihren Gletschern, die glasklaren “Badeseen”, die Freundlichkeit und das Interesse der Bewohne zu genießen, sondern auch die Routenwahl hat dazu beigetragen, dieses einzigartige Fleckchen Erde kennen zu lernen und ein wenig ins Herz zu schließen. Danke Stefan!
Was die sportliche Herausforderung betrifft:
– bergauf bis zum “Anschlag”
– bergab bis zum ”Anschlag”
– kilometerlange Wiesenabfahrten (..wie Tiefschneefahren im Winter)
– bike the bugles (auf Vieh-Singeltrails)
– über 37 Kilometer(2200hm) Downhill (… wirklich nur bergab – die Bremsbeläge lassen grüßen und die Reifenproduzenten freuen sich…)
– aber auch Schiebepassagen (…wo man neidvoll auf die bessere Kondition der anderen blickt, dafür aber mehr Zeit zum bewundern der Natur hat…)
Apropos sportliche Herausforderung: passen mehr als 10 Leute in die heißen Quellen des Jylyy Suu – oder war das Rekord?
Diese Reise hat jedenfalls meine Erwartungen übertroffen und lässt jedes Biker Herz höher schlagen.
Herzlichen Dank an Stefan und seine tolle Begleitmannschaft und vielleicht auf ein Wiedersehen im Pamir oder einem anderen Teil von Kirgistan.

 

Andrea und Tobias

Andrea und Tobias über unsere MTB-Kirgistan-Reise (2015)

Im August 2015 durften wir eine wunderbare Reise mit dem Mountainbike durchs Tien Shan Gebirge erleben. Was haben wir erlebt?

Eine grandiosen Gebirgslandschaft mit imposanten Gletschern in der sich Hochebenen mit grünen Flusstälern abwechselten. Die spürbar dünnere Luft auf bis zu 3.900 Metern, was sich beim Mountainbiken durchaus bemerkbar macht, aber gut zu bewältigen ist. Sternenklare Zeltnächte auf 3.000 Metern mit einem Sternenhimmel, der einem vor Augen führt, wie klein man als Mensch doch ist. Sehr gut zu fahrende Gebirgsstraßen bereichert durch wunderbare, fahrbare Trails. Einsamkeit und ganz viel unberührte, raue Natur. Extrem offene und gastfreundliche Einheimische, die einem, trotz Sprachbarriere, das Gefühl geben, willkommen zu sein. Eine naturnahe Lebensweise, die für uns Mitteleuropäer archaisch anmutet, in Kirgistan aber Alltag ist. Moderne postsowjetische Städte wie Bischkek, die ihren ganz eigenen Charme versprühen. Asiatische Märkte mit ihrem üppigen Warenangebot und geschäftigem Treiben. Jede Menge Pferde und Schafe, mit und ohne Reiter, dafür in verschiedensten Fahrzeugen. Eiskalte Flussdurchquerungen, die einem den inneren Schweinehund vergessen lassen. Beeindruckende, klare Gebirgsseen mit grandiosen Sonnenuntergängen. Sanitäre Einrichtungen der einfacheren Art. Morgentoilette mit dem Nötigsten, um dabei erstaunt festzustellen, wie wenig man eigentlich braucht, um glücklich zu sein. Leckere Linsensuppe, die auf über 3.000 Metern ein klein wenig speziell war. Einen äußerst gelungenen letzten Abend in der Bar 12.

Jetzt die wichtigsten Punkte:
Einen äußerst netten und kompetenten (auf dem Mountainbike, wie als Touristen-Führer) Guide, der uns mit seinen sehr guten Russischkenntnissen stets sicher und mit großem Engagement und Spaß ans Ziel führte. Danke Stefan!
Eine unglaubliche Begleitmannschaft mit hervorragender Outdoor-Küche, russischer Herzlichkeit, zupackendem Wesen und beeindruckenden Offroad-Fahrkünsten. Danke Artiom, Roman und Sascha.
Eine sehr harmonische Gruppe, die mit viel Spaß und Entspanntheit unterwegs war.
Ob wir die Reise wieder machen würden?
Jederzeit!

 

Weitere Touren